Mit der ehemaligen Steag-Fläche wird in Lünen eines der letzten großen zusammenhängenden Gewerbeareale neu entwickelt. Für die GFL ist klar: Diese strategisch wichtige Fläche darf nicht durch ein verkehrsintensives Logistikprojekt blockiert werden, sondern muss für eine hochwertige Gewerbeansiedlung mit langfristiger positiver Perspektive gesichert werden.
„Lünen darf sein letztes großes Gewerbe-Filetstück nicht für ein verkehrsintensives Logistikprojekt und einen Lkw-Magneten freigeben. Mit einer Rossmann-Ansiedlung würden täglich zusätzlich mehrere Hundert Lkw-Fahrten auf Lünen zukommen. Das würde nicht nur die Stadt und ihre Bevölkerung insgesamt zusätzlich belasten, sondern insbesondere auch die bereits ansässigen Unternehmen und Handwerksbetriebe, die schon heute unter der angespannten Verkehrslage leiden“, erklärt der GFL-Fraktionsvorsitzende Andreas Dahlke.
Die GFL erinnert daran, dass über Jahre hinweg fraktionsübergreifend Einigkeit bestand, auf der Steag-Fläche gerade keinen Logistikschwerpunkt zuzulassen. Umso unverständlicher ist aus Sicht der Wählergemeinschaft der jetzige Kurswechsel von SPD und CDU.
Die Gründe gegen eine Logistikansiedlung liegen auf der Hand: Die verkehrliche Situation im Bereich Lippolthausen ist schon heute und auch unter Berücksichtigung der ausgebauten B54 angespannt. Nach dem vorliegenden Verkehrsgutachten wird die Situation an wichtigen Knotenpunkten von Verkehrsexperten bereits heute als unzureichend beziehungsweise mangelhaft bewertet. Wer unter diesen Voraussetzungen ein großes Zentral- und Regionallager ansiedeln will, ignoriert die Realität vor Ort.
Hinzu kommt: Die Steag-Fläche ist für Lünen ein strategisch besonders wertvoller Standort. Dort braucht es Ansiedlungen mit höherer Wertschöpfung, besseren und zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen sowie einem größeren stadtentwicklungspolitischen Nutzen – nicht aber eine Nutzung, die vor allem Verkehr erzeugt, Fläche bindet und Lünen langfristig bessere Entwicklungschancen verbaut.
Besonders kritisch bewertet die GFL, dass im Zusammenhang mit der Logistikansiedlung durch den CDU-Fraktionschef Tölle bereits neue Straßenverbindungen durch sensible Frei- und Naturräume ins Gespräch gebracht werden. So schlägt die CDU vor, neue Straßenverbindungen etwa durch den Welschenkamp oder das Mühlbachtal zu entwickeln. Das ist aus Sicht der GFL ein völlig falsches Signal. Statt immer neue Straßen durch Natur und Landschaft zu planen, müsste endlich die naheliegende Schlussfolgerung gezogen werden: Auf diese Fläche gehört kein weiterer Logistikschwerpunkt.
„Wer für Rossmann auf der Steag-Fläche stimmt, nimmt nicht nur zusätzliche Verkehrsprobleme in Kauf, sondern offensichtlich am Ende auch neue Eingriffe in wertvolle Natur- und Freiräume. Das ist weder wirtschaftlich klug noch stadtentwicklungspolitisch verantwortbar“, so Dahlke.
Für die GFL ist deshalb klar: Lünen braucht auf der Steag-Fläche keine Logistik, sondern eine kluge und zukunftsorientierte Ansiedlungspolitik. Das letzte große Gewerbe-Filetstück der Stadt darf nicht für eine Fehlentscheidung mit Langzeitfolgen geopfert werden.
Bild: Erstellt mit KI / ChatGPT